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Aufbereitung und Freigabe von Medizinprodukten

Der Aufbereitung von Medizinprodukten gehen zahlreiche Schritte der organisatorischen Vorbereitung voraus. Wir können in der Praxis eine Aufbereitung entsprechend dem Anwendungsspektrum richtlinienkonform durchführen.

Die Auswahl der Aufbereitungsverfahren und der Prozesse erfolgen auf Grundlage der Risikobewertung und Einstufung der Medizinprodukte.
Entsprechend § 8 Absatz 2 MPBetreibV.
Keimarm oder steril zur Anwendung kommende Medizinprodukte werden bei uns mit geeigneten und validierten Verfahren aufbereitet und mittels einem Scanner dem Patienten zugeordnet.

Alle Arbeitsprozesse der Medizinprodukteaufbereitung werden in Arbeits- und
Betriebsanweisungen festgelegt und dokumentiert.
Medizinprodukte, sowie die Freigabe der abgeschlossenen Prozesse dürfen nur von berechtigten Personen (sachkundig) erteilt werden.

Desinfektion im RDG (Reinigungs- Desinfektionsgerät) 

„MelaTherm 10“ von der Firma Melag

Desinfektion ist die gezielte Abtötung oder Reduktion von krankheitserregenden
Mikroorganismen bei kontaminierten Instrumenten, sodass von diesen desinfizierten Objekten bei Berührung mit Haut- oder Schleimhaut keine Gefahr einer Infektion mehr ausgehen kann.
Bei uns in der Praxis sind VAH-gelistete Desinfektionsmittel  (Verbund für angewandte Hygiene e. V.) für die manuelle Desinfektion vorgesehen.

Im RDG werden je nach Programmwahl die Instrumente erst einer Vorreinigung mit kaltem Wasser unterzogen, um Proteine zu entfernen und deren Fixierung zu vermeiden. Anschließend erfolgt der Reinigungsprozess, wobei die Instrumente mit warmem Wasser und einem alkalischen Reinigungsmittel behandelt werden. Nach der Zwischenspülung zur Beseitigung von Restchemikalien von Oberflächen der Instrumente erfolgen die thermische Desinfektion und die Trocknung zum Schutz der Instrumente.

Sterilisation mit validierten Verfahren 

RDG

„Vacuklav 40B+“ von der Firma Melag

Die in unserer Praxis eingesetzten Medizinprodukte müssen nach der Reinigung und Desinfektion mit einem für diese Produkte geeigneten, geprüften und validierten Verfahren sterilisiert werden. Voraussetzung für eine sachgerechte Sterilisation ist die Risikobewertung und Einstufung der aufzubereitenden Medizinprodukte.

Freigabe der sterilisierten Medizinprodukte

Bei ordnungsgemäßem Ablauf erfolgt die Freigabe der Medizinprodukte, wenn die Ergebnisse der Chargen-Dokumentation mit denen der Validierungsberichte übereinstimmen.

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Kennzeichnung

Vacuklav

Verpackte und aufbereitete Medizinprodukte sind für uns mit nachfolgenden Punkten zu kennzeichnen, um eine sichere Anwendung gewährleisten zu können:

•Bezeichnung des Medizinprodukts

•Name der verpackenden Person

•Chargen-Kennzeichnung der erfolgten Sterilisation

•Sterilisationsdatum, Verfallsdatum ( nach 6 Monaten)

•Barcode

Chargen-Dokumentation des Sterilisationsprozesses

Um den ordnungsgemäßen Ablauf der Sterilisationsprogramme gewährleisten zu können, wird jede Charge kontrolliert sowie die Kontrolle und die Freigabe im Sterilisationskontrollbuch durch eine Software (MyMPG) dokumentiert. Damit weisen wir nach, „dass der angewendete Aufbereitungsprozess gemäß den Anweisungen und Richtlinien unter Einhaltung der im Validierungsprotokoll niedergelegten Parametern erfolgt ist“.

Monitor
DAC
Hygopac

DAC Universal

Dürr Hygopac Siegelgerät